Körper & Wohlbefinden
Gesund älter werden: was Haut, Muskeln und Stimmung ab 50 wirklich brauchen
Älter werden ist ein Privileg, auch wenn der Spiegel das nicht jeden Morgen bestätigt. Ab der Lebensmitte verändert sich der Körper spürbar: Muskeln bauen langsamer auf, die Haut wird dünner, der Schlaf leichter. Vieles davon lässt sich nicht aufhalten, aber erstaunlich viel lässt sich beeinflussen.
Muskeln sind die beste Altersvorsorge
Ab etwa 50 verlieren wir ohne Training jedes Jahr ein bis zwei Prozent Muskelmasse. Das wirkt sich auf Kraft, Gleichgewicht und Stoffwechsel aus. Zwei kurze Krafteinheiten pro Woche reichen, um diesen Abbau deutlich zu bremsen. Kniebeugen an einem Stuhl, Wandliegestütze und Übungen mit einem Theraband lassen sich gut zu Hause machen. Pro Senectute und viele Gemeinden bieten zudem Bewegungskurse speziell für ältere Erwachsene an.
Ausgewogen essen und genug trinken
Mit dem Alter sinkt der Energiebedarf, der Bedarf an Eiweiss, Vitamin D und Kalzium bleibt aber gleich oder steigt sogar. Mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Fisch, dafür weniger Süsses und Weissmehl, ist eine gute Richtung. Weil das Durstgefühl im Alter abnimmt, helfen feste Trinkzeiten: ein Glas Wasser zum Aufstehen, eines zu jeder Mahlzeit.
Schlaf neu ordnen
Viele Menschen über 50 schlafen leichter und wachen nachts öfter auf. Regelmässige Zeiten, Tageslicht am Morgen, wenig Alkohol am Abend und ein kühles, dunkles Schlafzimmer helfen mehr als jedes Präparat. Wer trotzdem dauerhaft schlecht schläft oder stark schnarcht, sollte das ärztlich abklären lassen.
Die Haut: Pflege, Schutz und Gelassenheit
Die Haut produziert mit den Jahren weniger Kollagen und Fett, sie wird trockener und Falten vertiefen sich. Drei Dinge machen den grössten Unterschied:
- Sonnenschutz jeden Tag, auch im Winter und bei Wolken. UV-Strahlung ist der wichtigste Grund für vorzeitige Hautalterung.
- Feuchtigkeit: eine reichhaltigere Creme als mit 30, vor allem in der Heizperiode.
- Nicht rauchen: Rauchen beschleunigt die Hautalterung sichtbar.
Die Krebsliga Schweiz erinnert ausserdem daran, Muttermale regelmässig kontrollieren zu lassen.
Und wenn einen die Falten doch stören?
Nicht alle möchten ihr Gesicht einfach so altern lassen, und das ist ebenso in Ordnung. Von Cremes über Unterspritzungen bis zu einem chirurgischen Facelift gibt es heute viele Möglichkeiten, mit sehr unterschiedlichem Aufwand, Risiko und Preis. Wichtig ist, sich unabhängig zu informieren und mehrere Meinungen einzuholen. Eine neutrale Übersicht über Schweizer Kliniken und ihre Preise bietet OPVergleich.ch. Ein gutes Beratungsgespräch erkennt man daran, dass auch von einem Eingriff abgeraten werden darf.
Soziale Kontakte nicht vergessen
Freundschaften, Vereine, Enkel, Nachbarn: Wer gut eingebunden ist, bleibt länger gesund und zufrieden. Das ist vielleicht der schönste Gesundheitstipp, denn er macht vor allem Freude.