Körper & Wohlbefinden

Hartnäckige Fettpolster: warum manche Stellen trotz Sport bleiben

· von Simone Kägi

Sie bewegen sich regelmässig, essen ausgewogen und trinken eher Wasser als Limonade. Die Waage zeigt es auch: Ein paar Kilo sind weg. Nur am Bauch, an den Hüften oder an den Oberschenkeln scheint sich kaum etwas zu tun. Dieses Gefühl kennen sehr viele Menschen, und es hat handfeste Gründe.

Fett verschwindet nicht dort, wo man trainiert

Die Vorstellung, man könne mit Sit-ups gezielt Bauchfett abbauen, hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht. Der Körper holt sich Energie aus den Fettreserven des ganzen Körpers, und zwar in einer Reihenfolge, die stark von Genetik, Hormonen und Geschlecht abhängt. Frauen speichern häufiger an Hüften und Oberschenkeln, Männer eher am Bauch. Diese Depots werden oft als Letztes kleiner.

Was realistisch hilft

Ausdauer und Kraft kombinieren. Ausdauertraining verbraucht Energie, Krafttraining baut Muskulatur auf, die auch in Ruhe mehr Energie benötigt. Zwei bis drei Krafteinheiten pro Woche verändern die Körperform oft stärker als die Zahl auf der Waage.

Alltagsbewegung zählt. Treppe statt Lift, zu Fuss zum Bahnhof, eine Haltestelle früher aussteigen: Solche kleinen Schritte summieren sich über Wochen erstaunlich.

Genug Eiweiss und Ballaststoffe. Sie sättigen länger und helfen, Muskeln zu erhalten, wenn Sie etwas weniger essen. Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Fisch und Vollkorn sind gute Quellen.

Zucker in Getränken reduzieren. Flüssige Kalorien werden kaum wahrgenommen. Wer Süssgetränke durch Wasser oder ungesüssten Tee ersetzt, spart schnell mehrere hundert Kalorien am Tag.

Schlaf und Stress. Wer dauerhaft schlecht schläft oder unter Druck steht, hat mehr Hunger auf Süsses und speichert eher am Bauch. Ausreichend Schlaf ist deshalb kein Luxus, sondern Teil des Plans.

Geduld und ehrliche Erwartungen

Ein gesundes Tempo liegt bei etwa einem halben Kilo pro Woche. Fotos und Hosenumfang sind oft aussagekräftiger als die Waage, weil Muskeln schwerer sind als Fett. Und: Ein gewisser Körperfettanteil ist gesund und gehört dazu.

Wenn sich trotz allem nichts verändert

Manche Fettpolster bleiben auch bei stabilem Normalgewicht über Jahre gleich. Sie sind genetisch bedingt und reagieren kaum auf Ernährung und Training. Wer sich dadurch stark gestört fühlt, kann sich bei einer Fachärztin für plastische Chirurgie beraten lassen. Eine Fettabsaugung ist allerdings keine Methode zum Abnehmen, sondern formt einzelne Stellen, wenn das Gewicht bereits stimmt. Wer sich vor einem Gespräch einen Überblick verschaffen möchte, kann auf OPVergleich.ch die Kosten einer Fettabsaugung in der Schweiz vergleichen und mehrere Kliniken gegenüberstellen. Ein seriöses Erstgespräch klärt immer auch Risiken und die Frage, ob der Eingriff überhaupt sinnvoll ist.

Fazit

Hartnäckige Stellen sind kein Zeichen von fehlender Disziplin. Mit Bewegung, ausgewogener Ernährung, wenig Zucker in Getränken und genug Schlaf erreichen die meisten Menschen eine Form, mit der sie sich wohlfühlen, auch wenn der Weg länger dauert, als man es sich wünscht.